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ABBA-Doubles liefern famose Show ab

GUNZENHAUSEN – „Mamma Mia“, was haben die acht italienischen Stimm und Klangvirtuosen für eine Atmosphäre in die Gunzenhäuser Stadthalle gezaubert! „ABBA The Tribute-Concert“ stand auf dem Programm, rund 300 Gäste ließen sich mitreißen vom authentischen Sound der schwedischen Kult-Band und deren fantastischen Hits.

Mediterraner Überschwang und die smarte Nonchalance der nordischen Pop-Giganten verbinden sich in der Show zu einer Symbiose. Noch dazu, weil es zurück in die Glitzerwelt der 1970er-Jahre geht: Plateau- Schuhe, Schlaghosen, Miniröcke, Hotpants und schrille Farben inspirieren nicht nur die ältere Generation. Nein, beim ABBA-Revival in der Altmühlstadt sind alle Generationen vertreten.

Zum Beispiel Marie Meier aus Höhberg. Sie ist mit ihren Eltern gekommen, denn wegen des Buß- und Bettags fiel die Schule am nächsten Tag aus. Das Mädel ist fasziniert vom bunten Treiben auf und abseits der Bühne. Toll, dass es im Anschluss noch ein Erinnerungsfoto gibt.

Die Doubles aus Bella Italia interpretieren ihre Botschaft sprichwörtlich mit Leib und Seele. Große Gesten, eine bestens umgesetzte Choreografie, beeindruckende Lichtsequenzen, schwungvolle Tanzeinlagen, der stete Kontakt mit dem Publikum und abwechslungsreiche Kulissenbilder verfehlen ihre Wirkung nicht. Da haben nicht nur die Fans ihren Spaß, sondern auch die Protagonistinnen und Protagonisten. Im Mittelpunkt stehen selbstverständlich die vier ABBA-Heroen.

Es fällt keineswegs leicht, den Vorbildern so nahe wie möglich zu kommen. Das Ensemble aus Italien bewältigt diesen Spagat ziemlich gut. Die Lead-Sängerinnen Angela Castellani (Agnetha) und Irene Pertile (Anni-Frid) überzeugen in dieser Hinsicht optisch wie gesanglich. Etwas schwieriger gestaltet sich das Imitieren bei den Männern. Ludovico Banali (Björn, Gitarre) und Eduardo Mezzogori (Benny, Piano & Keyboards) schaffen es aber dennoch mühelos, die äußerlichen Abweichungen dank ihrer hervorragenden musikalischen Qualitäten auszugleichen. Komplettiert wird das Kollektiv von den charmanten Background- Sängerinnen Mirjam Romano und Claudia Bertoni sowie Stefano Zanon am Schlagzeug und Simone Gigante mit der Bassgitarre. Jedes Mitglied der Truppe kommt individuell zum Zug.

Geradezu zelebriert wird die vollständige Palette der ABBA-Ohrwürmer: „Voulez-vous“, „Chiquitita“, „Super-Trouper“, „SOS“, „Gimme! Gimme! Gimme!“ – Hand aufs Herz, wer möchte nicht schon beim Lesen dieser Titel sofort loslegen? Nicht lange bitten ließen sich die ABBA-Freunde in der Stadthalle. Klatschen, trällern ungezwungen sämtliche Evergreens mit – in dieser Ausgelassenheit vergeht die Zeit wie im Flug. Knalleffekte mit Konfettiregen kündigen das Finale an. „I have a Dream“, spiegelt das wunderbare Miteinander wieder.

Womöglich denken viele in diesem Augenblick an die Auswüchse der Gegenwart, an die Sehnsucht nach Frieden und Harmonie. „Dankeschön!“, weiß Angela Castellani die Menschen vor ihr zu schätzen. Stehender Applaus und der Ruf nach Zugaben geben diese Wertschätzung aufrichtig zurück.

Text und Bilder von Uli Gruber veröffentlicht im Altmühl Boten vom 18.11.2022.

Als Abba auf Federballschlägern spielte

Von den knapp 400 Gästen, die sich am Donnerstag im Congress Centrum Suhl einfanden, waren viele dabei, die sich noch einmal so jung fühlen wollten wie zu der Zeit, als die vier Schweden selbst auf der Bühne standen. Damals als die Lieder der schwedischen Popgruppe, die aus den ehemaligen Paaren Agnetha Fältskog und Björn Ulvaeus sowie Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad bestand und sich 1972 in Stockholm formierte, auf allen Kanälen rauf und runter gespielt wurden, waren sie auch in der DDR Kult; mit rund 400 Millionen verkauften Tonträgern zählen sie heute zu den erfolgreichsten Bands der Musikgeschichte. Die zu Ehren der vier Popgiganten organisierte Reise zurück in die 1970er Jahre startete dann auch mit Voulez-Vous und ließ keinen Hit der vier Schweden aus. Allerdings kamen die acht Musiker und Sänger auf der Bühne nicht aus dem hohen Norden; es waren vier junge Frauen und ebenso viele Musiker, deren Heimat Italien ist. „Abba – The Tribute-Concert“ zog mit seiner nahe am Original anknüpfenden Show nach und nach das Publikum magisch in seinen Bann. Und spätestens bei „I have a dream“ war das Publikum in seiner eigenen (jungen) Vergangenheit angekommen. Es folgte im großen Saal des CCS Hit auf Hit. Und so verzauberten die Sängerinnen und Musiker die Zuschauer, indem sie mit Tanz, Kostümen, ihrem südländischen Temperament und einer Lichtshow eine Atmosphäre schafften, die jeder nur zu gut aus seiner Jugend kannte.
Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

Text und Bilder von Jutta Rapp veröffentlicht auf inThüringen.de am 27.01.2023.